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Das „Schreckgespenst“ Softwarelizenzierung früher, heute und in Zukunft

Im vergangenen Jahr gab es sowohl in den USA wie auch weltweit bedeutende Entwicklungen im Diskurs um Softwarelizenzierungspraktiken. Die Coalition for Fair Software Licensing CFSL hat diese Entwicklungen aktiv vorangetrieben. Einerseits, indem sie kontinuierlich ihre Sorge über die wettbewerbsfeindlichen und restriktiven Softwarelizenzierungspraktiken marktführender Softwareanbieter öffentlich gemacht hat. Andererseits, indem sie sich dafür eingesetzt hat, ihre Leitlinien und Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung weiter zu verbreiten, um die branchenbezogene Innovationsfähigkeit, die Wahlfreiheit der Kunden auf Produktebene und das Wachstum in der digitalen Wirtschaft weiter zu fördern.

In Vorbereitung auf das neue Jahr und anstehenden Entwicklungen sowie auf die neue US-Regierung hilft es, die wichtigsten Milestones im Bereich der Softwarelizenzierung aus dem vergangenen Jahr zu beleuchten.

Der Blick zurück:

  • Januar 2024
    • Das US Government Accountability Office (GAO) veröffentlicht einen Bericht, der die Ineffizienzen und Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit der Softwarelizenzierung in der US-Bundesregierung aufzeigt. Dem Bericht zufolge werden jährlich mehr als 100 Millionen Dollar für IT- und cyberbezogene Investitionen ausgegeben.
    • Microsoft bestätigt, dass staatliche russische Hacker eingedrungen seien und den E-Mail-Verkehr von Microsoft-Führungskräften überwacht hätten. Das Unternehmen räumt außerdem ein, dass Hacker möglicherweise Zugriff auf die Kommunikation der US-Regierung erlangt haben.
  • April 2024
    • Das Cyber Safety Review Board (CSRB) veröffentlicht einen Bericht über einen Angriff von Microsoft durch staatliche chinesische Hacker im Jahr 2023, der die Kommunikation von hochrangigen US-Beamten, darunter der Ministerin für Wirtschaft und Handel Gina Raimando, offenlegte. Der Bericht bezichtigt Microsoft einer „Kaskade von Fehlern“ und beschreibt laut Associated Press „schlampige Cybersicherheitspraktiken, eine laxe Unternehmenskultur und einen Mangel an Aufrichtigkeit in Bezug auf das Wissen des Unternehmens über den gezielten Hack, der mehrere US-Behörden betraf, die in Verbindung zu China stehen“. Diese Probleme führen zu Schlagzeilen wie „Die US-Regierung hat ein Problem mit Microsoft“ von Wired und „Zwei aufeinanderfolgende Hacks bringen Microsoft in DC in die Defensive“ von Politico.
    • Reuters berichtet, dass die Südafrikanische Wettbewerbskommission (SACC) eine Untersuchung gegen Microsoft wegen wettbewerbswidriger Lizenzierungspraktiken einleitet.
  • Mai 2024
    • La Asociación Española de Startups (AES) reicht bei der Spanischen Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC) eine Beschwerde ein, in der sie Microsoft „wettbewerbswidrige Praktiken“ und die Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung im Softwaremarkt vorwirft, um die Einführung von Cloud-Diensten zu erzwingen.
    • Die Spanische Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC) beginnt kurz darauf eine öffentliche Beratung zu Cloud-Diensten und erhält Hinweise durch eine Reihe von Interessengruppen – darunter auch der CFSL -, die kartellrechtliche Bedenken gegen die Softwarelizenzierungspraktiken von Microsoft äußern.
  • Juni 2024
    • Der Heimatschutzausschuss des US-Repräsentantenhauses (House Homeland Security Committee) hält eine Anhörung mit dem Titel „Eine Kaskade von Sicherheitsfehlern: Bewertung der Cybersicherheitsdefizite der Microsoft Corporation und deren Auswirkungen auf die Innere Sicherheit“. Eine Reuters-Schlagzeile lautete: „US-Gesetzgeber setzen Microsoft-Präsident wegen China-Verbindungen und Hacks massiv unter Druck.“
    • Die Britische Wettbewerbsbehörde (Competition in Markets Authority, CMA) veröffentlicht erste Ergebnisse einer einjährigen Untersuchung, in der sie feststellt, dass Microsoft bei einer Reihe von Softwareprodukten eine „beträchtliche Marktmacht“ besitzt und dabei hervorhebt, wie Microsoft durch seine restriktive Softwarelizenzpolitik die Wahlmöglichkeiten seiner Kunden in der Cloud einschränkt.
    • Die Europäische Kommission richtet eine Mitteilung an Microsoft mit Beschwerdepunkten bezüglich potenzieller missbräuchlicher Produkt-/Lizenzkopplungspraktiken bei MS Teams.
    • ProPublica veröffentlicht einen Bericht mit exklusiven Informationen eines Microsoft-Whistleblowers über den Hack durch russische staatliche Akteure in 2023 mit dem Titel „Whistleblower: Microsoft stellt Profit über Sicherheit und macht US-Regierung anfällig für russische Hacker“.
  • Juli 2024
    • Die Dänische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde leitet eine Untersuchung über den Status der Wettbewerbssituation auf dem Markt für Cloud-Dienste für Unternehmen und den öffentlichen Sektor ein.
    • Der Verband der Europäischen Anbieter von Cloud-Infrastrukturdiensten (CISPE) und Microsoft einigen sich im Rahmen ihrer langjährigen Kartellbeschwerde gegen das Unternehmen auf einen Vergleich in Höhe von 22 Millionen US-Dollar.
  • September 2024
    • Das Bundeskartellamt stellt fest, dass Microsoft einer erweiterten Missbrauchskontrolle unterliegt und dass „Microsoft in vielen Fällen eine Doppelrolle einnimmt, da das Unternehmen nicht nur die Rahmenbedingungen für Drittanbieter setzt, sondern auch mit diesen in Wettbewerb tritt.“
  • November 2024
    • Als Reaktion auf ein Schreiben der Senatoren Peters (D-MI) und Ernst (R-IA) aus dem Jahr 2022 veröffentlicht das US Government Accountability Office (GAO) einen weiteren Bericht, in dem die Auswirkungen restriktiver Softwarelizenzierungspraktiken auf Ministerien und Behörden der US-Regierung dargelegt werden, einschließlich der entstandenen Kostensteigerungen und der Einschränkungen bei der Auswahl von Cloud-Anbietern.
    • ProPublica veröffentlicht einen viel beachteten Bericht über die Verbindungen von Microsoft zur US-Bundesregierung und die Bemühungen, Wettbewerber auszusperren.
    • Die Financial Times berichtet, dass die US Federal Trade Commission eine kartellrechtliche Untersuchung des Cloud-Geschäfts von Microsoft eingeleitet hat. Dieser Bericht wird von verschiedenen US-Nachrichtenagenturen bestätigt, darunter Associated Press, Bloomberg, CNN und Reuters.
      • Der Bericht erscheint fast eineinhalb Jahre nach dem Auskunftsersuchen der US Federal Trade Commission zu den Geschäftspraktiken im Cloud Computing. In ihrer Eingabe an die FTC vom Juni 2023 forderte die CFSL formell eine Untersuchung der Softwarelizenzierungspraktiken von Microsoft. CFSL-Geschäftsführerin Ryan Triplette erklärte dazu: „Microsoft hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es seine Dominanz auf dem einen Markt ausnutzt, um auf einem anderen Fuß zu fassen und den Wettbewerb auszuschalten. Heute nutzt der Softwareriese dasselbe Konzept, um die Abhängigkeit seiner Kunden von seinem Betriebssystem, seinen Servern und seiner Software auszunutzen und sie zu zwingen, auf Azure und andere Produkte im Microsoft-Produktkosmos zurückzugreifen.“
  • Dezember 2024
    • Die Britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (Competition and Markets Authority, CMA) kündigt die Veröffentlichung des vollständigen Berichts zur laufenden Untersuchung der Bereitstellung öffentlicher Cloud-Infrastrukturen in Großbritannien für Januar 2025 an.
    • In Großbritannien wird eine Sammelklage gegen Microsoft eingereicht, in der das Unternehmen beschuldigt wird, Kunden von konkurrierenden Cloud-Anbietern in unfairer Weise überhöhte Preise zu berechnen.
    • Das SAMOSA-Gesetz wird vom US-Repräsentantenhaus verabschiedet. Der Gesetzesentwurf würde die bundesbehördliche Aufsicht über bestehende Softwarebeschaffungspraktiken verbessern und der US-Regierung und dem Steuerzahler jährlich rund 750 Mio. Dollar einsparen.
    • Der designierte US-Präsident Donald Trump ernennt Andrew Ferguson zum Vorsitzenden der FTC und Gail Slater zur Leiterin der Kartellabteilung des US-Justizminsiteriums. Sowohl Ferguson als auch Slater gelten als kritisch gegenüber wettbewerbswidrigen Praktiken im Technologiebereich.
    • Wie ProPublica berichtete, sind die Produktbündelungspraktiken von Microsoft zentraler Gegenstand der Untersuchung der US Federal Trade Commission.

Wo stehen wir heute?

Zu Jahresbeginn 2025 sind die Softwarelizenzierungspraktiken der marktführenden Anbieter weltweit Gegenstand der technologie- und wettbewerbspolitischen Diskussion. Wie ist der derzeitige Stand der Dinge?

Die U.S. Federal Trade Commission untersucht die wettbewerbswidrigen Praktiken von Microsoft im Zusammenhang mit seinem Cloud-Geschäft.

Die US Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) und das US Cyber Safety Review Board (CSRB) untersuchen weiterhin Versäumnisse im Bereich der Cybersicherheit, die zu massiven Sicherheitsverletzungen geführt haben, bei denen die Kommunikation von US-Regierungsbeamten öffentlich zugänglich wurde.

Elon Musks Abteilung für Regierungseffizienz (DOGE) prüft Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung in der gesamten US-Bundesverwaltung.

Verschiedene US-Bundesstaaten verabschieden oder erwägen Gesetze, die Softwareanbietern eine Limitierung der Hardware verbieten, auf der sie ausgeführt wird, sei es on-premise oder in der Cloud.

Internationale Aufsichtsbehörden – von Großbritannien über Spanien und Deutschland bis hin zu Afrika und Südamerika – untersuchen wettbewerbswidrige Praktiken im Zusammenhang mit der Softwarelizenzierung und dem Cloud-Geschäft von Softwareanbietern. Zeitgleich erwägen die jeweiligen Gesetzgeber Abhilfemaßnahmen zum Schutz der Kunden vor höheren Kosten und ineffizienter Prozesse.

Der Blick nach vorne

Das Jahr 2025 wird wichtige Entwicklungen in der laufenden Debatte über die Auswirkungen restriktiver Softwarelizenzierungspraktiken bringen – sowohl mit Blick auf die Produktwahlfreiheit der Kunden also auch mit Blick auf den Cloud-Markt und seinen Wettbewerb. Seit Jahren gibt es Bestrebungen, marktdominierende Softwareanbieter für wettbewerbswidrige Praktiken zur Rechenschaft zu ziehen, die als Innovationshemmer betrachtet werden können und den eigenen Kunden schaden.

Überall auf der Welt werden Regulierungsbehörden und politische Entscheidungsträger aktiv. Die folgenden Fragestellungen sollten Sie in diesem Jahr im Auge behalten:

  • Wird die Britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (Competition and Markets Authority) ihre bisherigen Erkenntnisse bestätigen, dass Microsoft seine dominante Marktposition in bestimmten Softwaresektoren nutzt, um die Cloud-Auswahl von Kunden einzuschränken?
  • Wie wird sich die Untersuchung der US Federal Trade Commission (FTC) zu den Softwarelizenzierungspraktiken und dem Cloud-Geschäft von Microsoft unter der neuen Führung der FTC und des US-Justizministeriums entwickeln?
  • Was werden die Untersuchungen der rechtsprechenden Behörden in Deutschland, Spanien und Südafrika ergeben?
  • Werden die Gesetzgeber oder Behörden in den USA oder auf internationaler Ebene Maßnahmen ergreifen, um die IT-Infrastruktur ihrer Bundesbehörden zu modernisieren und so durch Effizienzsteigerungen Kosteneinsparungen für den Steuerzahler zu erzielen? Und werden rechtsprechende Behörden anderer Staaten, die vor ähnlichen Herausforderungen mit Blick auf überhöhte Softwarekosten stehen, diesem Beispiel folgen?
  • Werden marktdominante Softwareanbieter wie Microsoft als Reaktion auf ihre rechtliche und behördliche Überprüfung ihren Kurs ändern? Oder werden sie ihre Vormachtstellung weiterhin ausnutzen, um sich auf anderen Märkten zu etablieren, den Wettbewerb auszulöschen und somit die Kunden in eine schlechtere Ausgangsposition zu zwingen?

Das Jahr 2025 wird Antworten auf diese Fragen bringen. Die Coalition for Fair Software Licensing wird währenddessen weiterhin für die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung eintreten und die Basisarbeit dafür leisten, Raum für branchenbezogene Innovation zu schaffen, den Anspruch auf freie Produktauswahl für Anwender und Verbraucher zu sichern und das Wachstum der Digitalwirtschaft zu fördern.

„Als Softwareanbieter im Gesundheitswesen hat die freie Wahl unseres Cloud-Anbieters nicht nur Auswirkungen auf unser Geschäft, sondern auch auf die Gesundheit und das Wohlergehen von Patienten überall. Restriktive Softwarelizenzen stellen eine reale Bedrohung dar, z. B. in Form von Preiserhöhungen, die einen direkten Einfluss darauf haben, wie wir Gesundheitsdienstleister und die von ihnen betreuten Patienten unterstützen können. Wir unterstützen die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung, um Cloud-Kunden und ihre Stakeholder zu schützen.“

Technologieunternehmen im Gesundheitswesen

„Das Cloud Computing hat kostengünstige On-demand-IT-Services in alle Bereiche der Wirtschaft gebracht und damit die Produktivität und das Innovationsniveau von Unternehmen aller Größen gesteigert. Der intensive Wettbewerb und der Innovationswille unter den Cloud-Anbietern führen kontinuierlich zu einer Kostensenkung bei gleichzeitiger Erweiterung der Auswahlmöglichkeiten für die Kunden. Einige etablierte IT-Anbieter jedoch kontrollieren mit restriktiven Softwarelizenzierungspraktiken, wie Kunden die Vorteile konkurrierender Cloud-Angebote für sich nutzen könnten. NetChoice unterstützt die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung als Fahrplan, um Innovationen voranzutreiben, Kunden sachgerecht zu bedienen und den Wettbewerb unter IT-Service-Anbietern zu fördern.“

NetChoice

„Frust, Nutzungseinschränkungen, drohende Audits und erhebliche Zusatzkosten. Das sind unsere Erfahrungen mit unlauteren Softwarelizenzierungspraktiken. Unternehmen benötigen einen transparenten Umgang mit ihren Softwareanbietern.
Wir unterstützen die Arbeit der Coalition for Fair Software Licensing, die Lizenzkunden schützt und sicherstellt, dass IT-Ausgaben effektiv und frei von bösen Überraschungen sind.“

Globaler Anbieter von Baumaterialien

„Unfaire Softwarelizenzierungspraktiken in der Cloud sind ein globales Problem, und CISPE ist erfreut, dass die Coalition for Fair Software Licensing ihre Leitlinien/Grundsätze in Nordamerika vorstellt. Ursprünglich von Kunden und Cloud-Anbietern in Europa ins Leben gerufen und gemeinsam konzipiert, ermutigen wir Kunden auf der ganzen Welt, die mit unfairen Softwarelizenzierungspraktiken konfrontiert sind, diese Leitlinien/Grundsätze als ein potentes Rahmenwerk für positive Veränderungen zu betrachten.“

CISPE

„Als Start-ups ist es entscheidend, so flexibel sein zu können, die Cloud-Infrastrukturen zu nutzen, die am besten zu den eigenen Zielen und denen der Kunden passen. Die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung helfen der nächsten Generation von Software- und Dienstleistungsanbietern, Lock-ins zu vermeiden und faire Wettbewerbsbedingungen für alle zu sichern. Die Tatsache, dass die Leitlinien im US-amerikanischen Markt zum Einsatz kommen, verleiht dieser wichtigen Bewegung bei Innovatoren in Spanien und weltweit mehr Gewicht.“

Carlos Mateo Enseñat

Präsident der Asociación Española de Startups (AES) und Förderer der NUBES-Initiative in Spanien

„Die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung wurden in Europa von CIOs und Cloud-Anbietern entwickelt und werden in Italien von digitalen Organisationen wie Assintel unterstützt. Assintel begrüßt die Einführung der Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung durch die Coalition for Fair Software Licensing in den USA. Die faire Lizenzierung von Software in der Cloud ist ein globales Thema für Unternehmen jeder Größe. In Italien hat unsere Regierung diese Herausforderung erkannt und gerade ihr Kartellgesetz aktualisiert, um unfaire Softwarelizenzierungspraktiken zu unterbinden. Unternehmen in den USA können nun ebenso wie die in Italien von einem Best-Practice-Rahmenwerk für die faire Softwarelizenzierung profitieren.“

Paola Generali

Präsidentin, Assintel

„Als langjähriger Verfechter offener Systeme und Netzwerke steht die CCIA für das Bekenntnis zum freien Wettbewerb, das sich auch in den Leitlinien/Grundsätzen der Coalition widerspiegelt, die ihre Arbeit gerade für eine faire Softwarelizenzierung für Cloud-Kunden auch in Nordamerika aufnimmt.“

Matt Schruers

President, CCIA (Computer and Communications Industry Association, USA)

„Einige Anbieter von Bestandssoftware versuchen, ihre derzeitige Dominanz auf dem On-Premise-Markt durch aggressive und restriktive Verträge, Lizenzbedingungen und Software-Audits auf den Cloud-Markt auszuweiten. Während viele von ihnen mit der ‘Freiheit der Cloud’ werben, wenden sie in Wirklichkeit Praktiken an, die Wettbewerb und Innovation hemmen, während sie ihre eigenen Gewinne auf Kosten ihrer Kunden steigern. Es kann nicht länger zulässig sein, dass diese Anbieter ihre räuberischen Praktiken verschleiern. Es erfüllt mich mit Stolz, mich der Coalition for Fair Software Licensing anzuschließen, um diesen Missstand öffentlich zu machen und realisierbare Lösungen dafür zu entwickeln.“

Craig Guarente

Gründer und CEO, Palisade Compliance, USA

„Trotz des aktuellen Fokus‘ auf kartellrechtliche Fragen in Washington missbrauchen riesige Softwareanbieter weiterhin ihren Status und ihre Marktmacht, um Geschäftskunden mittels erpresserischer Audits und restriktiver Lizenzvereinbarungen zu knebeln. In unserer Kanzlei, die Softwarelizenznehmer gegen genau diese Praktiken vertritt, erfahren wir die Auswirkungen eines solchen Geschäftsgebarens aus erster Hand. Junge wie etablierte Unternehmen werden regelmäßig mit unerwarteten Kosten belastet, müssen unermessliche Ressourcen für unberechtigte Audits verschwenden und werden davon abgehalten, jene technologischen Veränderungen vorzunehmen, die sie für ihr Unternehmen für notwendig halten. Wir unterstützen die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung und glauben, dass sie einen ausgezeichneten und wichtigen Schritt darstellen, um Geschäftskunden endlich zu entlasten, und dazu beitragen, den Markt für kleinere Anbieter im Cloud-Ökosystem zu öffnen.“

Arthur S. Beeman & Joel T. Muchmore

Gründer von Beeman & Muchmore, LLP, USA

„Die Verbraucher profitieren von einem wettbewerbsfähigen und dynamischen IT-Markt. Der Wettbewerb fördert die Innovation und sorgt dafür, dass die Kunden faire Preise geboten bekommen. Übermäßig restriktive, missbräuchliche Lizenzvereinbarungen von IT-Unternehmen mit Marktmacht bewirken dagegen Nachteile für Behörden und Unternehmen in Form von sinkender Innovationskraft und langfristigen Preissteigerungen. Wir unterstützen die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung und eine Politik, die Innovation, Wettbewerb und Lizenzierungspraktiken fördert, um den Kunden die Freiheit zu geben, verschiedene Anbieterlösungen zu kombinieren. Dies ist besonders entscheidend für Cyber-Security-Lösungen, denn Hacker entwickeln jeden Tag neue Strategien, Taktiken und Technologien für ihre illegalen Machenschaften. Die einzige Möglichkeit, Nationalstaaten und transnationale kriminelle Organisationen zu besiegen, besteht darin, dass die Politik dafür sorgt, den IT-Markt für Cybersicherheit so wettbewerbsfähig wie möglich zu halten und Kunden die freie Wahl zwischen verschiedenen Anbietern zu lasen.“

Anbieter von Cyber-Sicherheits-Lösungen

„Die Alliance for Digital Innovation unterstützt die Bemühungen der Coalition for Fair Software Licensing, die Wahlfreiheit der Kunden abzusichern und sich für den Zugang zu modernen und sicheren kommerziellen Lösungen einzusetzen. Als Vertreter von Kunden des öffentlichen Sektors sind wir der Überzeugung, dass Regierungsvertreter, IT-Verantwortliche und Cybersicherheitbeauftragte in Unternehmen Zugang zu so vielen modernen kommerziellen Softwarelösungen wie möglich haben sollten. Diese Lösungen nämlich sind entscheidende Erfolgsfaktoren, um digitale Innovation und Sicherheit im öffentlichen Sektor voranzutreiben. Die ADI unterstützt den Abbau von Hürden, die den Einsatz derartiger Lösungen hemmt – restriktive Lizenzierungspraktiken eingeschlossen.“

Alliance for Digital Innovation, USA

„Als Anwältin vertrete ich seit Jahren Geschäftskunden von Anbietern für Unternehmenssoftware und habe regelmäßig erlebt, dass diese räuberische Geschäftspraktiken anwenden, einschließlich dem künstlichen Aufblähen angeblicher Konformitätslücken, um ihre Gewinne zu steigern und die Optionen der Kunden zum Anbieterwechsel zu beschränken. Diese Praktiken haben Negativauswirkungen in der Gesamtwirtschaft, höhere Preise eingeschlossen, da Unternehmen unterschiedlicher Branchen gezwungen sind, für die Beseitigung dieser unvorhergesehenen Probleme aufzukommen. Ich unterstütze die Arbeit der Coalition for Fair Software Licensing, um meinen Mandanten zu helfen und ein Wirtschaftssystem zu fördern, das allen Menschen Chancen bietet.“

Pam Fulmer

Gründerin und Partnerin, Tactical Law Group LLP, USA

„Wir sind der Meinung, dass Lizenznehmer die Freiheit haben sollten, lizenzierte Software so einzusetzen, wie es für ihr Unternehmen am besten ist, einschließlich der Wahl des Cloud-Anbieters, die keine zusätzlichen Kosten verursacht. Nach unseren Erfahrungen mit Lizenzierungspraktiken, die mit den Leitlinien/Grundsätzen der fairen Softwarelizenzierung unvereinbar sind, unterstützen wir diese Prinzipien und fordern auch andere auf, die Coalition for Fair Software Licensing zu unterstützen.“

Vertreter der Versicherungswirtschaft

„Startups, die oft mit begrenzten Ressourcen arbeiten, brauchen die Freiheit, eine technologische Infrastruktur für sich zu entwickeln, die ihren Bedürfnissen am besten entspricht. Die Cloud-Computing-Infrastruktur ist für das Wachstum von Start-ups von zentraler Bedeutung, und die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung werden dazu beitragen, diese Autonomie zu wahren, unnötige Kosten zu vermeiden und Innovationen in diesem Umfeld zu fördern. Die branchenweite Einhaltung dieser Grundsätze wird die Wettbewerbsbedingungen für Start-ups verbessern.“

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