Leitlinien/Grundsätze

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Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung

Die Leitlinien/Grundsätze der Coalition for Fair Software Licensing sind das Ergebnis der Zusammenarbeit von Kunden und Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Dieser Grundsätze wurden von Vertretern von CIOs und IT-Entscheidungsträgern wie auch von Anbietern selbst entwickelt und verabschiedet. Wir fordern alle Beteiligten, ob Geschäftskunden oder Anbieter, auf, diese Grundsätze anzunehmen, zu unterstützen und als Grundlage für ihre Verträge und Verhandlungen zu nutzen. Zugleich bemühen wir uns auf internationaler Ebene darum, die Branche und politische Entscheidungsträger über die Bedeutung dieser Grundsätze aufzuklären. Die Prinzipien einer fairen Softwarelizenzierung bilden die Basis dafür, Innovationsfähigkeit, Diversifikation und Wachstum in der digitalen Wirtschaft zu fördern.

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Die Lizenzbedingungen sollten immer klar und deutlich formuliert sein und es dem Kunden ermöglichen, seine Lizenzkosten leicht zu ermitteln und zugleich zu erfassen, worin seine vertraglichen Verpflichtungen bestehen. Softwareanbieter sollten keine Gebühren erheben oder Kunden anderweitig abstrafen, wenn diese gegen zweideutige, irreführende oder unklare Lizenzbedingungen verstoßen. Stattdessen sollten solche Lizenzbedingungen zu Ungunsten des Lizenzgebers ausgelegt werden.

Kunden, die ihre Software von lokalen Systemen in die Cloud migrieren wollen, sollten nicht gezwungen sein, separate, doppelte Lizenzen für dieselbe Software zu erwerben. Sie sollten frei von Lizenzbeschränkungen und erhöhten Kosten sein, die sie daran hindern, ihre lizenzierte Software in der Cloud und bei anderen Cloud-Anbietern ihrer Wahl zu betreiben.

Lizenzen, die es Kunden erlauben, Software auf ihrer eigenen Hardware auszuführen (in der Regel als „On-Premises“-Software bezeichnet), sollten es ihnen auch erlauben, diese Software ohne zusätzliche Einschränkungen in der Cloud ihrer Wahl zu nutzen.

Software-Anbieter sollten ihre Kunden nicht daran hindern, Arbeitslasten auf sicheren Cloud-Ressourcen auszuführen. Restriktive Lizenzbedingungen, die Cloud-Kunden abverlangen, die Software eines Anbieters nur auf der Hardware zu nutzen, die ausschließlich für diesen Kunden bestimmt ist, schränken sie in ihrer Arbeitseffizienz ein und verursachen unnötige Kosten, welche die Kunden von der Cloud-Einführung abhalten.

Softwareanbieter sollten Kunden, die sich für die Nutzung ihrer Software für Cloud-Angebote anderer Anbieter entscheiden, nicht bestrafen oder benachteiligen, etwa durch häufige oder intrusive Software-Audits oder die Erhebung höherer Software-Lizenzgebühren.

Verzeichnissoftware, die es Unternehmen ermöglicht, Benutzer zu erstellen, zu identifizieren, zu verwalten und zu authentifizieren, und autorisierten Benutzern den Zugriff auf eine Vielzahl von Anwendungen, Systemen und anderen Ressourcen ermöglicht, ist von grundlegender Bedeutung für den Betrieb der unternehmenseigenen IT-Infrastruktur. Softwareanbieter, die Verzeichnissoftware anbieten, tragen die große Verantwortung dafür, dass diese Verzeichnisse offene Standards für die Synchronisierung und Authentifizierung von Benutzeridentitäten in nicht diskriminierender Weise mit anderen Identitätsdiensten unterstützen und Kunden nicht daran hindern, von einem Anbieter zu einem anderen zu wechseln, indem sie sie an ihre Verzeichnislösung binden.

Software-Anbieter sollten für dieselbe Software keine unterschiedlichen Preise verlangen, die allein davon abhängen, wem die Hardware gehört, auf der sie installiert ist. Die Preise für Software sollten nicht differenziert sein zwischen Software, die im eigenen Rechenzentrum des Kunden, in einem von einem Dritten verwalteten Rechenzentrum, auf von einem Dritten geleasten Computern oder in der Cloud installiert ist, es sei denn, die Kosten unterscheiden sich je nach Installationsort.

Software-Anbieter sollten keine wesentlichen Änderungen an den Lizenzbedingungen vornehmen, die Kunden von zuvor erlaubten Nutzungen abhalten, insbesondere dann nicht, wenn sich Kunden auf diese Nutzungen verlassen haben, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben oder aus Sicherheitsgründen erforderlich.

Softwareanbieter sollten ihre Kunden nicht in die Irre führen, indem sie Lizenzen verkaufen, von denen die Kunden vernünftigerweise erwarten, dass sie ihre beabsichtigte Softwarenutzung abdecken, die aber in Wirklichkeit den Erwerb zusätzlicher Lizenzen erfordern, insbesondere wenn es sich bei diesen zusätzlichen Nutzungen um solche handelt, die vom Softwareanbieter empfohlen werden.

„Als Softwareanbieter im Gesundheitswesen hat die freie Wahl unseres Cloud-Anbieters nicht nur Auswirkungen auf unser Geschäft, sondern auch auf die Gesundheit und das Wohlergehen von Patienten überall. Restriktive Softwarelizenzen stellen eine reale Bedrohung dar, z. B. in Form von Preiserhöhungen, die einen direkten Einfluss darauf haben, wie wir Gesundheitsdienstleister und die von ihnen betreuten Patienten unterstützen können. Wir unterstützen die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung, um Cloud-Kunden und ihre Stakeholder zu schützen.“

Technologieunternehmen im Gesundheitswesen

„Das Cloud Computing hat kostengünstige On-demand-IT-Services in alle Bereiche der Wirtschaft gebracht und damit die Produktivität und das Innovationsniveau von Unternehmen aller Größen gesteigert. Der intensive Wettbewerb und der Innovationswille unter den Cloud-Anbietern führen kontinuierlich zu einer Kostensenkung bei gleichzeitiger Erweiterung der Auswahlmöglichkeiten für die Kunden. Einige etablierte IT-Anbieter jedoch kontrollieren mit restriktiven Softwarelizenzierungspraktiken, wie Kunden die Vorteile konkurrierender Cloud-Angebote für sich nutzen könnten. NetChoice unterstützt die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung als Fahrplan, um Innovationen voranzutreiben, Kunden sachgerecht zu bedienen und den Wettbewerb unter IT-Service-Anbietern zu fördern.“

NetChoice

„Frust, Nutzungseinschränkungen, drohende Audits und erhebliche Zusatzkosten. Das sind unsere Erfahrungen mit unlauteren Softwarelizenzierungspraktiken. Unternehmen benötigen einen transparenten Umgang mit ihren Softwareanbietern.
Wir unterstützen die Arbeit der Coalition for Fair Software Licensing, die Lizenzkunden schützt und sicherstellt, dass IT-Ausgaben effektiv und frei von bösen Überraschungen sind.“

Globaler Anbieter von Baumaterialien

„Unfaire Softwarelizenzierungspraktiken in der Cloud sind ein globales Problem, und CISPE ist erfreut, dass die Coalition for Fair Software Licensing ihre Leitlinien/Grundsätze in Nordamerika vorstellt. Ursprünglich von Kunden und Cloud-Anbietern in Europa ins Leben gerufen und gemeinsam konzipiert, ermutigen wir Kunden auf der ganzen Welt, die mit unfairen Softwarelizenzierungspraktiken konfrontiert sind, diese Leitlinien/Grundsätze als ein potentes Rahmenwerk für positive Veränderungen zu betrachten.“

CISPE

„Als Start-ups ist es entscheidend, so flexibel sein zu können, die Cloud-Infrastrukturen zu nutzen, die am besten zu den eigenen Zielen und denen der Kunden passen. Die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung helfen der nächsten Generation von Software- und Dienstleistungsanbietern, Lock-ins zu vermeiden und faire Wettbewerbsbedingungen für alle zu sichern. Die Tatsache, dass die Leitlinien im US-amerikanischen Markt zum Einsatz kommen, verleiht dieser wichtigen Bewegung bei Innovatoren in Spanien und weltweit mehr Gewicht.“

Carlos Mateo Enseñat

Präsident der Asociación Española de Startups (AES) und Förderer der NUBES-Initiative in Spanien

„Die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung wurden in Europa von CIOs und Cloud-Anbietern entwickelt und werden in Italien von digitalen Organisationen wie Assintel unterstützt. Assintel begrüßt die Einführung der Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung durch die Coalition for Fair Software Licensing in den USA. Die faire Lizenzierung von Software in der Cloud ist ein globales Thema für Unternehmen jeder Größe. In Italien hat unsere Regierung diese Herausforderung erkannt und gerade ihr Kartellgesetz aktualisiert, um unfaire Softwarelizenzierungspraktiken zu unterbinden. Unternehmen in den USA können nun ebenso wie die in Italien von einem Best-Practice-Rahmenwerk für die faire Softwarelizenzierung profitieren.“

Paola Generali

Präsidentin, Assintel

„Als langjähriger Verfechter offener Systeme und Netzwerke steht die CCIA für das Bekenntnis zum freien Wettbewerb, das sich auch in den Leitlinien/Grundsätzen der Coalition widerspiegelt, die ihre Arbeit gerade für eine faire Softwarelizenzierung für Cloud-Kunden auch in Nordamerika aufnimmt.“

Matt Schruers

President, CCIA (Computer and Communications Industry Association, USA)

„Einige Anbieter von Bestandssoftware versuchen, ihre derzeitige Dominanz auf dem On-Premise-Markt durch aggressive und restriktive Verträge, Lizenzbedingungen und Software-Audits auf den Cloud-Markt auszuweiten. Während viele von ihnen mit der ‘Freiheit der Cloud’ werben, wenden sie in Wirklichkeit Praktiken an, die Wettbewerb und Innovation hemmen, während sie ihre eigenen Gewinne auf Kosten ihrer Kunden steigern. Es kann nicht länger zulässig sein, dass diese Anbieter ihre räuberischen Praktiken verschleiern. Es erfüllt mich mit Stolz, mich der Coalition for Fair Software Licensing anzuschließen, um diesen Missstand öffentlich zu machen und realisierbare Lösungen dafür zu entwickeln.“

Craig Guarente

Gründer und CEO, Palisade Compliance, USA

„Trotz des aktuellen Fokus‘ auf kartellrechtliche Fragen in Washington missbrauchen riesige Softwareanbieter weiterhin ihren Status und ihre Marktmacht, um Geschäftskunden mittels erpresserischer Audits und restriktiver Lizenzvereinbarungen zu knebeln. In unserer Kanzlei, die Softwarelizenznehmer gegen genau diese Praktiken vertritt, erfahren wir die Auswirkungen eines solchen Geschäftsgebarens aus erster Hand. Junge wie etablierte Unternehmen werden regelmäßig mit unerwarteten Kosten belastet, müssen unermessliche Ressourcen für unberechtigte Audits verschwenden und werden davon abgehalten, jene technologischen Veränderungen vorzunehmen, die sie für ihr Unternehmen für notwendig halten. Wir unterstützen die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung und glauben, dass sie einen ausgezeichneten und wichtigen Schritt darstellen, um Geschäftskunden endlich zu entlasten, und dazu beitragen, den Markt für kleinere Anbieter im Cloud-Ökosystem zu öffnen.“

Arthur S. Beeman & Joel T. Muchmore

Gründer von Beeman & Muchmore, LLP, USA

„Die Verbraucher profitieren von einem wettbewerbsfähigen und dynamischen IT-Markt. Der Wettbewerb fördert die Innovation und sorgt dafür, dass die Kunden faire Preise geboten bekommen. Übermäßig restriktive, missbräuchliche Lizenzvereinbarungen von IT-Unternehmen mit Marktmacht bewirken dagegen Nachteile für Behörden und Unternehmen in Form von sinkender Innovationskraft und langfristigen Preissteigerungen. Wir unterstützen die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung und eine Politik, die Innovation, Wettbewerb und Lizenzierungspraktiken fördert, um den Kunden die Freiheit zu geben, verschiedene Anbieterlösungen zu kombinieren. Dies ist besonders entscheidend für Cyber-Security-Lösungen, denn Hacker entwickeln jeden Tag neue Strategien, Taktiken und Technologien für ihre illegalen Machenschaften. Die einzige Möglichkeit, Nationalstaaten und transnationale kriminelle Organisationen zu besiegen, besteht darin, dass die Politik dafür sorgt, den IT-Markt für Cybersicherheit so wettbewerbsfähig wie möglich zu halten und Kunden die freie Wahl zwischen verschiedenen Anbietern zu lasen.“

Anbieter von Cyber-Sicherheits-Lösungen

„Die Alliance for Digital Innovation unterstützt die Bemühungen der Coalition for Fair Software Licensing, die Wahlfreiheit der Kunden abzusichern und sich für den Zugang zu modernen und sicheren kommerziellen Lösungen einzusetzen. Als Vertreter von Kunden des öffentlichen Sektors sind wir der Überzeugung, dass Regierungsvertreter, IT-Verantwortliche und Cybersicherheitbeauftragte in Unternehmen Zugang zu so vielen modernen kommerziellen Softwarelösungen wie möglich haben sollten. Diese Lösungen nämlich sind entscheidende Erfolgsfaktoren, um digitale Innovation und Sicherheit im öffentlichen Sektor voranzutreiben. Die ADI unterstützt den Abbau von Hürden, die den Einsatz derartiger Lösungen hemmt – restriktive Lizenzierungspraktiken eingeschlossen.“

Alliance for Digital Innovation, USA

„Als Anwältin vertrete ich seit Jahren Geschäftskunden von Anbietern für Unternehmenssoftware und habe regelmäßig erlebt, dass diese räuberische Geschäftspraktiken anwenden, einschließlich dem künstlichen Aufblähen angeblicher Konformitätslücken, um ihre Gewinne zu steigern und die Optionen der Kunden zum Anbieterwechsel zu beschränken. Diese Praktiken haben Negativauswirkungen in der Gesamtwirtschaft, höhere Preise eingeschlossen, da Unternehmen unterschiedlicher Branchen gezwungen sind, für die Beseitigung dieser unvorhergesehenen Probleme aufzukommen. Ich unterstütze die Arbeit der Coalition for Fair Software Licensing, um meinen Mandanten zu helfen und ein Wirtschaftssystem zu fördern, das allen Menschen Chancen bietet.“

Pam Fulmer

Gründerin und Partnerin, Tactical Law Group LLP, USA

„Wir sind der Meinung, dass Lizenznehmer die Freiheit haben sollten, lizenzierte Software so einzusetzen, wie es für ihr Unternehmen am besten ist, einschließlich der Wahl des Cloud-Anbieters, die keine zusätzlichen Kosten verursacht. Nach unseren Erfahrungen mit Lizenzierungspraktiken, die mit den Leitlinien/Grundsätzen der fairen Softwarelizenzierung unvereinbar sind, unterstützen wir diese Prinzipien und fordern auch andere auf, die Coalition for Fair Software Licensing zu unterstützen.“

Vertreter der Versicherungswirtschaft

„Startups, die oft mit begrenzten Ressourcen arbeiten, brauchen die Freiheit, eine technologische Infrastruktur für sich zu entwickeln, die ihren Bedürfnissen am besten entspricht. Die Cloud-Computing-Infrastruktur ist für das Wachstum von Start-ups von zentraler Bedeutung, und die Leitlinien/Grundsätze für eine faire Softwarelizenzierung werden dazu beitragen, diese Autonomie zu wahren, unnötige Kosten zu vermeiden und Innovationen in diesem Umfeld zu fördern. Die branchenweite Einhaltung dieser Grundsätze wird die Wettbewerbsbedingungen für Start-ups verbessern.“

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